Für ein Tierportrait ist ein lichtstarkes Zoomobjektiv (z.B. 70-200mm) oder eine Festbrennweite mit z.B. 85mm ideal. Natürlich funktionieren auch kürzere Brennweiten wie 50mm, aber dann müssen Sie relativ nah an das Tier heran. Dies kann jedoch einerseits zu Stress beim Tier und andererseits bei Ihnen möglicherweise zu einer erhöhten Verletzungsgefahr führen, falls das Tier sich bedrängt fühlt! Daher sollten Sie lieber eine längere Brennweite verwenden. Achten Sie immer auf Ihre Sicherheit! Niemandem ist geholfen, wenn Sie das Shooting mit Kratzern abbrechen.

 

Setzen Sie sich mit Ihrer Kamera in die Nähe des Tiers und warten Sie, bis es eine Ruheposition gefunden hat bzw. nicht mehr aufgeregt hin und her läuft. Gehen Sie auf Augenhöhe zu dem Tier. Das bedeutet in der Regel, dass Sie sich auf den Boden knien oder legen müssen. Gehen Sie respektvoll mit dem Tier um!

 

Stellen Sie den Blitz unbedingt (!) aus und erhöhen Sie den ISO-Wert auf 400 oder 800 ISO, je nachdem ab wann Ihre Kamera zum Bildrauschen neigt. Öffnen Sie die Blende Ihres Objektivs möglichst weit (je nach Lichtstärke Ihres konkret verwendeten Objektivs z.B. f/1.8 oder f/3.5 o.ä.).

 

Um dies nicht von der Kameraautomatik vorgeben zu lassen, wechseln Sie in den Av- bzw. A-Modus Ihrer Kamera. Hierin können Sie die Blende vorgeben und die notwendige Belichtungszeit wird dann durch die Kamera errechnet. Sofern Ihnen das zu kompliziert ist und Ihrer Kamera über so genannte Motivprogramm verfügt, dann wechseln Sie in den Sportmodus der Kamera. Hierdurch wird die Kamera versuchen, möglichst kurze Belichtungszeiten zu realisieren. Dies ist wichtig, um keine verwackelten Fotos zu erhalten.

 

Gehen Sie nach ein paar "Gewöhnungsfotos" so nah wie möglich heran, ohne das Tier zu belästigen oder zu beunruhigen. Erzwingen Sie nichts!! Sondern lassen Sie sich und dem Tier alle Zeit der Welt. Fokussieren Sie auf das Auge, dass Ihnen am nächsten ist. Achten Sie auf die Drittelregel, damit der Kopf nicht zentral in der Bildmitte haftet, sondern etwas zur Seite versetzt wird. Das macht die Aufnahme interessanter.

 

Machen Sie viele Fotos, stellen Sie dabei immer wieder neu auf die Augen scharf und überprüfen Sie die Ergebnisse auf Ihrem Kameradisplay. Passt der Weißabgleich oder hat das Tierportrait einen Braunstich? Sind die Augen wirklich scharf? Ist das Foto verwackelt? Falls ja, verkürzen Sie die Belichtungszeit oder heben Sie den ISO-Wert weiter an. Verwenden Sie bitte keinen Blitz, das könnte das Tier erschrecken oder die empfindlichen Augen blenden!

 

Hier noch ein Video zum Thema.

 

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